Die Untersuchungen sind nun abgeschlossen. Die Befunde sind da und jetzt haben wir eine Antwort auf die Frage warum du nicht leben durftest.

Finja war gesund. Es gab keinerlei Anzeichen dafür das sie einen Gendefekt hatte oder sonst irgendwie krank war. Allerdings wurde Finja nicht mehr versorgt. Die Plazenta hat die Versorgung eingestellt aufgrund dessen das sich die sogenannten Zoten verschlossen haben. In den Zoten wurde Schleim von der Gebärmutter gefunden welcher da nicht hingehört und auf der Plazenta wurde trombotische Material gefunden was da auch nicht sein darf. Weiterhin wurde festgestellt das in den Hauptzoten keine Kabillaren mehr vorhanden waren. Es hat kein Blutaustausch zwischen mir und ihr mehr stattgefunden. Somit konnte unsere Finja nicht mehr versorgt werden und irgendwann hat ihr kleines Herz dann aufgehört zu schlagen.

Die genaue Ursache warum sie sich verschlossen haben konnte nicht ganz geklärt werden. Es hat wohl was mit meinen Gendefekt zu tun das von anfang an die Gefäße schon verengt waren. Im Untersuchungsbericht stand drin das es verschiedene Ursachen dafür gibt, wie z. B. eine Infektion, allerdings konnte das dann auch wieder ausgeschlossen werden, da sie gleich noch einen Test durchgeführt haben und die gänigsten Infektionen durchgetestet haben und da war nichts.

Nachdem wir jetzt bei der Humangenetikerin waren hat sie uns dann noch ein bisschen Aufgeklärt und uns erklärt warum es zu diesen Verschluss kommen konnte. Da durch meinen Gendefekt das Risiko für eine Thrombose sehr erhöht ist kann es während der Schwangerschaft bei der Mutter in den Beinen zu einer Thrombose kommen (im günstigsten Fall) oder die Thrombose geht auf die Plazenta (im schlechtesten Fall).

Wir hatten den schlechteren Fall, es haben sich mehrere kleine Thrombosen auf der Plazenta gebildet was dazu führte das immermehr teile von der Plazenta abgestorben und verkalkt sind. Irgendwann war dann nur noch so wenig von der Plazenta da das sie es nicht mehr geschafft hat unsere Finja zu versorgen.

Sie machte uns allerdings mut, es gibt die Möglichkeit durch Heparinspritzen das Risiko gewaltig zu verringern. So das ich zwar während einer Schwangerschaft die ganze Zeit spritzen muss aber dafür das Baby gut versorgt wird. Jetzt warten wir noch auf die restlichen Untersuchungsergebnisse die noch genauer Aufschluss geben sollen.

 

Es ist zwar gut das wir wenigstens wissen WARUM und das du meine kleine Finja gesund warst. Aber es ist trotzdem sehr schwer damit zu leben, denn du hättest leben können mein alles geliebter Schatz!


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